Fossile Brennstoffe verursachen nicht nur Treibhausgasemissionen, sondern schädigen die menschliche Gesundheit entlang ihres gesamten Nutzungszyklus.
Schadstoffe aus Kohle, Öl und Gas gelangen über Haut, Atemwege und den Magen-Darm-Trakt in den Körper und reichern sich dort teilweise über Jahrzehnte an. Besonders gefährlich sind Feinstaub, Benzol, Schwermetalle wie Blei und Quecksilber sowie „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS), die sich in Böden, Gewässern und Lebensmitteln anreichern.
Von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter
Im Report der Global Climate and Health Alliance (GCHA) werden Gesundheitsfolgen exemplarisch beschrieben:
- Vor der Geburt: Nähe zu Kohleminen oder Fracking-Anlagen erhöht das Risiko für Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht und Fehlbildungen wie Spina bifida oder Herzfehler. Fehl- und Totgeburten treten ebenfalls häufiger auf.
- Kinder: Sie sind durch schnellere Atmung und engere Atemwege besonders gefährdet. Studien zeigen, dass das Aufwachsen in der Nähe von Raffinerien oder stark befahrenen Straßen das Risiko für Leukämien erhöht. Auch Asthma ist in belasteten Regionen überdurchschnittlich häufig.
- Erwachsene: Chronische Exposition führt häufiger zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen oder Krebs.
- Ältere Menschen: Eingeschränkte Organfunktionen, bedingt durch Vorerkrankungen, machen Seniorinnen und Senioren besonders anfällig für Luftschadstoffe, was zu einer höheren Sterblichkeit beiträgt.
„Die giftigen Hinterlassenschaften fossiler Brennstoffe bleiben jahrzehntelang in unserer Luft, unserem Wasser und unseren Körpern bestehen. Quelle/weitere Informationen: https://www.aerzteblatt.de/news/fossile-energien-gefahrden-gesundheit-von-der-wiege-bis-zur-bahre-03168425-dc44-4bc3-894d-b901de8b1e02
Egal, ob wir in der Stadt oder auf dem Land leben, wie wir zur Arbeit kommen oder wie viel wir am Ende des Monats übrig haben: Wir alle wollen ein warmes Zuhause, Mobilität, die wir uns leisten können, und einen gesunden Planeten, auf dem unsere Kinder gut und frei aufwachsen können. Ein Garant dafür ist die Energiewende. Doch die steht jetzt auf dem Spiel: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Teile der Union wollen den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen.
Denn fossile Energien bedrohen unsere Sicherheit. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die Grönlandkrise, der Iran-Krieg und eskalierende Energiepreise zeigen uns: Öl und Gas machen uns abhängig und erpressbar von Autokraten. Sie treiben Energiepreise in die Höhe und befeuern Extremwetter, unter denen besonders ökonomisch schwächere Teile der Gesellschaft leiden. In diesen krisenhaften Zeiten schützt der Ausbau Erneuerbarer Energien Verbraucher*innen vor eskalierenden Kosten und senkt dauerhaft den Strompreis. Erneuerbare sichern Millionen Arbeitsplätze im Mittelstand und in der Industrie. Auf Hausdächern und in Bürger*innen-Hand demokratisieren sie die Energieversorgung. Sie sind die zentrale und beste Antwort auf die Klimakrise.
Den Ausbau der Erneuerbaren will Katherina Reiche ausbremsen – für die Profite der Öl- und Gaswirtschaft. Dagegen schließen wir uns zusammen – als Bürger*innen, Demokrat*innen, Verbraucher*innen und Klimaschützer*innen, als Beschäftigte, Installateur*innen und Investoren aus den Erneuerbaren-Branchen, als Menschen aus allen Generationen. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir die Energiewende verteidigen! Für Samstag, den 18. April ruft ein breites Bündnis zu gemeinsamen Demos auf – in Berlin, Hamburg, Köln und München.
Das Bündnis „Enereuerbare Energien verteidigen“ fordert die Bundesregierung auf, die Pläne für ein Netzpaket und ein neues Erneuerbaren-Energien- und Gebäude-Modernisierungs-Gesetz vom Tisch zu nehmen. Und einen Neustart zu wagen. Dafür brauchen wir:
- ein höheres Ausbautempo bei Sonnen- und Windkraft.
- eine Ausbauoffensive für Verteilnetze und Stromspeicher sowie eine Digitalisierung des Energiesystems für intelligente Stromnetze.
- eine Stärkung der europäischen Unabhängigkeit durch eine eigene Energiewende-Industrie und deren Schutz vor unfairem Wettbewerb.
- eine Absenkung der Stromsteuer für alle und einen günstigeren Wärmepumpen-Strompreis, damit E-Autos und Wärmepumpen noch attraktiver werden und das Gute günstig wird.
- soziale Förderung und starken Mieterschutz, damit klimafreundliches Heizen für alle bezahlbar wird.
Wir alle sind gefragt, die Energiewende zu retten und mehr Tempo durchzusetzen.
Demonstrieren Sie am 18. April mit (12 Uhr , Invalidenpark) und sprechen Sie mit den Politiker:innen aus ihrem Wahlkreis!
